Erste Mannschaft geht mit großen Schritten den Aufstieg entgegen

Auf Grund von Arbeitsbelastungen und anderweitigen Gründen schleifte die Berichterstattung Ende des bald einen Monat zurückliegenden Jahres ein wenig. Nun soll es im neuen Jahr jedoch wieder aufwärts in diesen Bereich gehen. Sportlich läuft es bei der 1. Mannschaft sowieso, aber dazu nachfolgend mehr.


Verabschiedet hatten wir uns kurz vor dem damaligen Spitzenspiel gegen Marienbrunn. In der Nachbetrachtung hatten wir mit dem recht deutlichen Sieg (10:5) so nicht gerechnet, uns aber auch beileibe nicht beschwert. Grundstein dieses Erfolgs war die optimale Doppelausbeute von 3 Siegen, was uns bisher nicht oft gelang in dieser Saison. Hervorzuheben ist hier sicherlich der Coup von Steffen und Sven als Doppel 2 gegen die Paarung Müller/ Urena Vargas in 3 Sätzen. Auch im oberen Paarkreuz hatten wir das Matchglück auf unserer Seite als Marcus den Leihspieler der Leipziger in drei Sätzen in Schach hielt, ganz großes Kino! Gegen die Urgewalt Peter Stein musste Marcus sich zwar im Spiel zwei hauchdünn mit 12:14 im fünften Satz geschlagen geben, tat der bärenstarken Leistung an diesem Tag aber keinen Abbruch. Patrick konnte dagegen abermals Stein mit seinem Spiel förmlich „entnerven“, der ein oder andere Netz- und Kantenball tat sein Übriges dazu, am Ende 3:0. Im Spitzenspiel des Tages gab es für den neutralen Fan ein für diese Liga extrem ansehnliches Spiel zwischen Urena Vargas und Patrick zu bestaunen. Dem Marienbrunner lag Patrick’s Spielstil augenscheinlich eher, womit das Spiel über die volle Distanz ging. Am Ende ein knapper, aber nicht ganz unverdienter Sieg für den Import der Leipziger (2:3). Mittig konnte Steffen gegen Fomba sein Spiel relativ sicher in vier Sätzen durchbringen, gegen Müller hatte er gerade am Ende des jeweiligen Satzes nicht immer das nötige Quäntchen Glück. 3:1 und 1:3 am Ende. Stefan war ungewohnter Weise gerade in diesem wichtigen Spiel ein Totalausfall, womit zwei verdiente Niederlagen im Protokoll standen, welche zum Glück nicht spielentscheidend waren, da das untere Paarkreuz ihre Leistung abrief. In vier Spielen gab es vier Siege für unsere Männer, teils auch knapp, aber dennoch verdient. Am Spielende konnten wir mit dem 10:5 die Leipziger auf Distanz halten und unsere Tabellenposition punktetechnisch ausbauen. 


Das letzte Spiel der Hinrunde gegen die Gäste aus Clara Zetkin 3 war leider nicht der Rede wert. Die Leipziger reisten mit 4 Ersatzleuten an, wodurch sich von Beginn an ein extrem einseitiges Spiel gestaltete. Am Ende gaben wir gerade einmal 4 Sätze ab und machten den 15:0 Erfolg in verdächtiger Rekordzeit perfekt. 

Zum Abschluss der Hinrunde überwinterten wir somit auf dem ersten Tabellenplatz mit 16:0 Punkten, gefolgt von Leutzsch 6 mit 12:4 Punkten. Dahinter reihten sich Rackwitz mit 11:5 und Mariennbrunn mit 10:6 Punkten ein. Die blitzsaubere Bilanz ließen wir an diesem Tag noch beim winterlichen abgrillen und dem ein oder anderen Kaltgetränk mit der zweiten Mannschaft sacken.


Die Rückrunde im neuen Jahr begann gleich mit einem Spitzenspiel. Am 13.01. mussten wir zu den Leutzschern, die in der Hinrunde rein vom spielerischen Niveau betrachtet der schwierigste Gegner war. Aber da Leutzsch Leutzsch ist und die Aufstellungen der einzelnen Mannschaften sich halbjährlich änderten, so auch der sechsten Vertretung, konnten wir relativ entspannt in dieses Spiel gehen, da die Leutzscher mit Zjazev und Fritsch zwei Säulen der Hinrunde an die oberen Mannschaften abgaben. Aber es kam zu unseren Gunsten an diesem Tag noch besser. Die Leutzscher gingen nämlich mit geschlagenen 5 Ersatzleuten ins Rennen, einzig Stammspieler Profeld blieb übrig. Dieser Umstand spiegelte sich letztlich auch auf dem Protokoll nieder. Die Doppel verliefen fast schon standesgemäß diese Saison - zwei Siegen (Doppel 1 und 2) und eine Niederlage (Doppel 3). Runde eins der Einzel verlief bis auf das Spiel von Steffen unspektakulär. Patrick und Marcus oben, als auch Stefan und Oli mittig konnten ihre Leistungen aus der Hinrunde konservieren und gleich zu Beginn der Rückrunde abrufen (3 x 3:0, 1 x 3:1). Unten reihte sich auch Sven mit einem 3:0 Erfolg ein, welchen wir auch bei Steffen nach einer sicheren 2:0 Führung erwarteten. Jedoch machte hier sein Gegenüber Steffen einen Strich durch die Rechnung. Der Leutzscher Beinicke wurde in seinem Kurznoppenspiel immer sicherer und auch der ein oder andere Angriffsball saß, womit hier der fünfte Satz über Sieg oder Niederlage entscheiden sollte. Mit dem ein oder anderen Tipp ausgestattet startete Steffen hier mutiger und mit mehr „Angriffspower“ versehen, was am Ende den 11:6 Satzgewinn zur Folge hatte (3:2). Runde zwei begann wie bereits zuvor Runde eins ohne große Aufregung – Patrick 3:0, Marcus 3:1, Stefan 3:0. Jedoch machte es Oli mittig gegen den jungen Ohlig spannend. Nach 1:2 Satzrückstand und einer Umstellung der Taktik fand Oli zurück ins Spiel und drehte dieses noch zu einem 3:2 Erfolg. Unten musste auch Steffen einen 1:2 Satzrückstand wettmachen. Wie bereits Oli zuvor gelang auch Steffen die Wende und am Ende der Sieg (3:2). Den Schlusspunkt setzte dann Sven mit einem unaufgeregten 3:0. In der Summe dadurch ein 14:1 Erfolg, wodurch wir den Punkteabstand zum bisherigen Zweitplatzierten nochmals vergrößern konnten. 


Vergangenes Wochenende kam es zum Rückspiel in heimischer Halle im Kreisderby gegen die Freunde aus Rackwitz. Auch diese mussten leider auf Ersatz zurückgreifen, da sich Dirk nicht im Lande befand. Auf Grund des abendlichen Bundesligaspiels zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund mussten wir Oli im „Schnelldurchlauf“ durch das Spiel schleusen. Somit stellten wir abermals die Doppel in dieser Saison um – Doppel 1: Steffen/ Stefan, Doppel 2: Patrick/ Oli und Doppel 3: Marcus/ Sven. Am Ende der Doppelrundestanden jedoch abermals zwei Siege in Form der Doppel 2 (3:0) und Doppel 3 (3:2) zu Buche, einzig Doppel 1 fand nicht das Spiel (1:3). Runde eins der Einzel begann dann Patrick mit einem 3:0 Erfolg über Hannß. Nebenan zog Oli sein Spiel gegen Bauer vor. In drei Sätzen ließ er sprichwörtlich überhaupt keine Luft ran und gewann ganz souverän 3:0. Am Nachbartisch startete Marcus bereits leicht mit zittriger Hand gegen Wilke. Die Niederlage der Hinrunde im Kopf gab er schnell Satz 1 ab. Mit Mentalität und der nötigen Erfahrung konnte er sich aber Satz zwei mit 12:10 sichern, wodurch er nun im Spiel war und auch Satz drei für sich entschied. Aber der junge Rackwitzer gab nicht auf und kämpfte sich in den fünften Satz, welcher am Ende knapp, aber nicht unverdient mit 11:9 an Marcus ging, welcher an diesem Tag einfach cleverer war. Mittig musste sich Stefan gegen Bauer strecken. Auf Grund des gemeinsamen jahrelangen Trainings kennen sich beide gut, wodurch Überraschungsmomente ausblieben. Am Ende behielt Stefan, gerade am Satzende, die Nerven und sicherte sich einen 3:1 Sieg. Nebenan fand ein nicht minder spannendes Spiel zwischen Oli und Pröger statt. Drei Sätze in der Verlängerung und einer 11:9 zeigen auch statistisch die Ausgeglichenheit des Matches. Auch hier blieb Oli cool und behielt mit 3:1 seine weiße Weste. Unten hatte Steffen gegen Schulz wenig Probleme und zog sein Spiel gnadenlos durch (3:0). So auch nebenan Sven. Obwohl die Sätze gegen Katschemba enger waren, behielt Sven nach drei Sätzen die Oberhand, starke Leistung. Runde zwei begann mit einem nicht gedachten engen Spiel zwischen Patrick und Wilke. Trotz einer 2:0 Satzführung von Patrick steckte der Rackwitzer nicht auf und sicherte sich den Satzausgleich. Auch Satz 5 schien für ihn zu laufen, beim Stande von 5:0 Punkten für Wilke wechselten beide Spieler. Dem Sieg so nah sah man dem jungen Rackwitzer förmlich die berüchtigte „Angst vor dem Gewinnen“ an. Punkt um Punkt holte Patrick auf und brachte das Kunststück fertig den Satz mit 11:5 zu drehen (3:2). Marcus hatte es gegen Hannß ungleich schwerer. Trotz einer 1:0 Satzführung haderte er ein ums andere Mal mit den Aufschlägen und den Sidetopspins seines Gegenübers. Am Ende setzte sich der Rackwitzer (nicht unverdient) mit 3:1 durch. Mittig konnte Stefan gegen Pröger wie bereits in der Hinrunde das Spiel zu seinen Gunsten lenken und die berüchtigte „Vorrückhand“ des Rackwitzers aus dem Spiel nehmen. Nach 3 x 11:8 hieß es 3:0 für Stefan. Das untere Paarkreuz war an diesen Tag in Spiellaune, wodurch beide Spiele über die volle Distanz gingen. Im Spiel der Fünfer konnte Steffen einen 1:2 Satzrückstand zwar noch aufholen, jedoch nicht zu einem Sieg ummünzen (2:3). Nebenan tat sich Sven überraschenderweise gegen Schulz sehr schwer, der jedoch ein überragendes Spiel ablieferte. Nach dem 2:2 Zwischenstand und demein oder anderen Tipp in der Satzpause reichte es aber zu einem 3:2 Erfolg für Sven. 


Am Ende stand auch im zweiten Spiel der Rückrunde ein deutlicher Sieg, diesmal 12:3, zu Protokoll. Mit nun 20:0 Punkten und 6 Punkten Vorsprung auf die Plätze zwei und drei und den Erfahrungen aus den Spielen der Hinrunde kann man getrost davon sprechen, dass das anvisierte Ziel – Aufstieg in die 1. Bezirksliga – zu zwei Dritteln geschafft ist.