Erste Mannschaft - gewackelt aber nicht gefallen

Erstes Heimspiel der ersten Mannschaft - erste Nervenschlacht in der noch jungen Saison. Nach gewonnenem Auftakt in Rackwitz begrüßten wir gestern die sechste Mannschaft der Leutzscher. Die ebenfalls im ersten Spiel siegreichen Gäste traten nahezu in Bestbesetzung.

 

Auf Grund von außersportlichen Verpflichtungen stieß Marcus etwas später hinzu, wodurch wir gewzungen waren in den Doppelpaarungen zu experimentieren. Unter der Woche verständigte man sich daher Stefan und Sven als Doppel 1 ins Rennen zu schicken, Doppel 2 bildete Patrick mit Steffen und Doppel 3 somit Oli und Marcus. Wohlwissend, dass wir damit ein RIsiko eingehen, hatten wir dennoch Hoffnungen das ein oder andere Doppel zu gewinnen. Die Leutzscher belehrten uns aber eines besseren. Trotz ansehlicher Leistung reichte es für das Doppel 1 gegen die Paarung Wolf/ Uebe nicht. Im entscheidenden fünften Satz erwischten die Leutzscher einen optimalen 5:1 Start, was letztlich nicht mehr aufzuholen war (2:3). Doppel 2 hielt das Spiel gegen Zjazev/ Mösken in allen drei Sätzen offen, jedoch hatten die Leutzscher stets eine Antwort auf unsere Aktionen. Am Ende leider ein deutliches 0:3. Doppel 3 gegen die Paarung Fritsch/ Profeld war trotz allen Versuchen leider ohne wirkliche Chance. Ein ums andere Mal nahmen die Leutzscher zuerst das Heft des Handelns in die Hand und trafen zu unserem Ärgernis auch so ziemlich jeden Ball, womit es auch hier nach drei Sätzen 0:3 stand und der Fehlstart perfekt war.

 

Um nicht noch weitere Federn zu lassen mussten jetzt Siege in den Einzeln her. Leider wirkte der Doppelschock noch nach und Patrick agierte zu Beginn des Spiels sehr verunsichert, das variable Noppenspiel von Mösken tat sein Übrigens hinzu. Nach dem ein oder anderen Tipp agierte Patrick ab Satz zwei dann cleverer - die erspielten Punkte wurden besser vorbereitet und im passiven Spiel versucht tischnah zu agieren, was am Ende in einem 3:1 Sieg mündete. Am Nebentisch hatte Marcus es mit einem starken Zjazev zu tun. In einem engen Spiel war der Leutzscher in den ersten zwei Sätzen stets die entschiedenden zwei Punkte besser (10:12, 9:11). Nach gewonnenem dritten Satz, sollte es im vierten jedoch knapp wieder nicht reichen (9:11) - 1:3. Weiter ging es mit Steffen gegen Fritsch. Zusammengefasst kann hier berichtet werden, dass der Leutzscher in allen Belangen besser war. Einzig im zweiten Satz konnte Steffen das Spiel ausgeglichen gestalten, was aber nicht ausreichte (0:3). Somit führten die Gäste zu diesen Zeitpunkt bereits mit 5:1 und auf der Bank wurden schon die ersten Stimmen laut, dass heut wohl nichts zu holen wäre. Aber noch blieben ein Paar Spiele zu spielen...Stefan kam mit dem Spiel von Wolf eigentlich gut zurecht, jedoch vermochte er es teilweise nicht den Punkt gewinnbringend zu Ende zu spielen. Dadurch gingen Satz eins und drei über die Verlängerung, zum Glück jedoch zu unseren Gunsten. Mit der 2:1 Führung im Rücken brachte er dann aber in Satz vier das Spiel recht sicher nach Hause (3:1). Unten hatte Oli es nun mit Uebe zu tun. In einem engen Spiel vermochte er es das Angriffsspiel des Leutzschers einzudämmen und seines gewinnbringend einzusetzen (3:1). Sven hielt nebenan gegen Profeld gut mit, hatte aber Probleme die taktische Marschroute umzusetzen, was dem Leutzscher in die Hände spielte. Nach drei Sätzen leider auf dem Papier her recht deutiches 0:3.

 

Halbzeitstand: 3:6 und die leise Hoffnugn vielleicht doch noch in das Schlussdoppel zu kommen. Es sollte jedoch ganz anders kommen...

 

Runde zwei startete mit einem sehr ansehnlichen Spiel zwischen Patrick und Zjazev, in welchem das gewohnte Selbstvertrauen und Glück in den entscheidenden Situationen bei Patrick zurück kehrte. Nach zwei knappen Sätzen (11:8, 11:9), brachte er das Spiel in Satz drei  deutlich nach Hause. Marcus hatte nebenan nach gewonnenen erstem Satz dagegen  mehr mit Möskens, aus seiner Sichtweise, vermeintlichen verdeckten Aufschlägen zu tun als mit dem Spiel an sich. Nach 1:2 Satzrückstand und der Besinnung auf die eigene Stärke wendete er das Blatt und lies in Satz vier und fünf nichts anbrennen (3:2). Im Spiel der Dreier hatte Steffen überraschenderweise Wolf sehr sicher im Griff (11:2, 11:3). Mit dieser Führung im Rücken sollte Satz drei enger werden, aber nichts mehr am Endergebnis ändern (3:0). Mit diesem Sieg hatten wir den Ausgleich geschafft, es sollte aber noch mehr kommen...Im Spiel Stefan gegen Fritsch ging es hin und her und nach vier Sätzen in den entscheiden fünften Satz, wobei der Leutzscher das berüchtigte Momentum auf seiner Seite hatte und sehr zum Ärgenis von Stefan jeden Ball traf, sei er noch so unerreichbar. Nach 1:5 war Stefan in der Auszeit planlos, der Rat den Rhytmus des Gegners zu zerstören, sollte ihn jedoch zum Sieg führen. Er stellte sich "einfach hinten rein" und überlies Fritsch das Angrifssfeld, wobei dieser überraschenderweise dann Fehler machte. Am Ende sollte es zu einem 3:2 Sieg reichen, welcher letzlich sehr glücklich war. Das untere Paarkreuz hatte nun die Möglichkeit das Spiel komplett zu drehen. Oli konnte sein Spiel Profeld in den ersten zwei Sätzen zunächst aufdrücken, was eine 2:0 Führung brachte. Nach verlorenem dritten (10:12), entwickelte sich Satz vier ebenso eng. Allerdings sollten wir das nötige Glück an diesem Tag auf unserer Seite haben und Oli setzte sich mit 11:9 zum 3:1 Erfolg und zur 8:6 Führung durch. Nun lag es an Sven den Deckeln drauf zu machen, was dieser auch tat. In allen drei Sätzen holte er einen mittleren Punkterückstand auf und setzte sich hinten raus sehr nervenstark durch. Die ersten zwei Sätze wurden jeweils 11:9 gewonnen, Satz drei sollte sogar in die Verlängerung gehen, wo er sich letztlich mit 15:13 zum 3:0 Sieg durchsetzte.

 

Am Ende also ein 9:6 Sieg, bei welchem die Willens- und Nervenstärke der kompletten Mannschaft hervorgehoben werden muss - ganz großes Kino! Jedoch ist auch kritisch anzumerken, dass eine 1:5 Doppelstatistik aus den ersten zwei Spielen schleunigst angepackt werden muss. Hoffentlich bereits schon nächste Woche beim Auswärtsspiel in Tresenwald.