Auftakt der ersten Mannschaft geglückt

Nach dem letztlich deutlichen Abstieg aus der 1. Bezirksliga gab es über den Sommer eine Findungsphase bei allen Beteiligten der ersten Mannschaft. Nach mehreren Diskussionsrunden hat man sich vereinsintern verständigt das Grundproblem der letzten Jahre anzugehen - eine konstante Aufstellung. Da Matthias durch sein Studium zeitlich massiv gebunden ist, rückte er in die zweite Vertretung. Hinzu kamen dafür Steffen und Sven. Das obere Paarkreuz bildet somit zukünftig gewohnt Patrick und Marcus, die Mitte nun Steffen und Stefan sowie das untere Paarkreuz Oli und Sven. Auch die teilweise abhandene Motivation konnte bei allen Beteiligten über den Sommer wiedergefunden werden, wodurch augenscheinlich die Trainingsbeteiligung und das Niveau im Vergleich zur letzten Saison zugenommen hat.

 

Das Saisonziel - direkter Wiederaufstieg - vor den Augen sollte es eigentlich bereits am 08.09. zu Hause gegen Wurzen 3 losgehen, allerdings zog die Mannschaft kurzerhand zurück, wodurch das Auswärtsspiel letzten Samstag in Rackwitz unsere erste Bewährungsprobe sein sollte. Wohlwissen, dass es in den Derbys stets hoch her geht, wollten wir von Beginn an konzentriert ans Werk gehen. Bei dem guten Willen ist es leider in den Doppeln geblieben. 


Doppel 1 (Patrick/ Marcus) begann gelinde ausgedrückt sehr schwerfällig gegen Wilke/ Hannß. In allen drei Sätzen war man auf Augenhöhe, aber in den entscheidenden Momenten nicht wach genug, 0:3. Doppel 2 (Oli/ Steffen) mühte sich gegen die Noppenpaarung Malecha/ Katschemba ab. Nach verlorenem ersten Satz, sicherten sie sich Satz zwei. Da auch nach vier Sätzen kein Sieger feststand, musste Satz fünf her, worin beide alles trafen und keinen Fehler machten - 11:1 und somit 3:2. Doppel 3 (Stefan/ Sven) startete nicht schlecht gegen Pröger/ Bauer, aber war hier und da nicht zwingend genug, damit 0:2. Erst im dritten Durchgang fand man die nötige Überzeugung und Cleverness, wodurch auch hier Satz fünf entscheiden musste. In einem ausgeglichenen Satz, wo beide Parteien Matchbälle hatten, setzten sich letztlich die Rackwitzer nicht unverdient durch (2:3). 

Mit dem Rückstand aus den Doppeln im Rücken begann nun Runde 1 der Einzel. Hier setzte sich Patrick zunächst gegen Wilke in drei Sätzen durch, wobei hier und da das schlummernde Potenzial des Rackwitzer Talents hervorblitzte. Nebenan ließ Marcus gegen Malecha noch weniger zu, jedoch hatte der Exdelitzscher offensichtlich massive Probleme mit der Umstellung auf den neuen Plastikball, wodurch sein berüchtigtes Noppenspiel nicht zur Geltung kam (3:0). Mittig konnte sich Stefan dann gegen den angeschlagenen Pröger recht sicher in vier Sätzen durchsetzen (3:1). Nebenan lieferte sich Steffen mit Hannß ein Kopf an Kopfrennen. Ein Spiel mit langen ansehnlichen Ballwechseln und einigen Kraftausdrücken auf der Heimseite brachten in der Verlängerung des fünften Satzes den Sieg für den Rackwitzer (2:3). Weiter ging es im unteren Paarkreuz mit einem Spiel vieler spektakulärer Ballwechsel zwischen Sven und Bauer. Nach verlorenem ersten Satz, sicherte Sven sich Satz zwei und drei. Nach abgebenen vierten ging es auch hier in den fünften, in welchem Sven die Nerven behielt und einen sicheren Vorsprung über das Ziel brachte (3:2). Gleichzeitig mühte sich Oli gegen Katschemba. In einem Spiel der einfachen Ballwechsel konnte er sich jedoch schlussendlich in vier Sätzen durchsetzen (3:1).

Halbzeitstand: 6:3

Runde zwei ging sodann siegreich weiter. In drei Sätzen lies Patrick recht wenig anbrennen und legte immer dann zu, wann es nötig war (3:0). Am Nebentisch musste Marcus leider schmerzlich spüren, dass der junge Wilke "jeden Ball" zurückspielte. Nach dem Verlust der ersten zwei Sätze konnte er sich zwar nochmal in Satz drei zurück kämpfen, jedoch sollte es nicht aureichen, da Satz vier wieder an den taktisch clever agierenden Rackwitzer ging (1:3). Im Spiel der dreier sicherte sich Steffen schnell Satz eins, jedoch stellte sich Pröger daraufhin immer besser auf das Spiel ein. Mit sicher platzierten Angriffsbällen und der berühmten Vorrückhand gingen die weitere Sätze leider an Pröger (1:3). Weiter ging es mit der Partie Stefan gegen Hannß. In einem Spiel der extrem engen Sätze und Kantenbälle in den entscheidenden SItuationen gingen die ersten drei Sätze in die Verlängerung - zwei nach Rackwitz, einer nach Delitzsch. In Satz vier steigerte Stefan dann die Effektivität seiner Aktionen, wodurch Satz fünf über den Ausgang entscheiden musste. Den besseren Start erwischte hier Hannß, jedoch halfen kleine Tipps in einer Auszeit in der Mitte des Satzes um Stefan auf die Siegsstraße zu bringen (3:2). Nebenan konnte Oli nun den Siegpunkt gegen Bauer holen. Leichter gesagt als getan. Auch dieses Spiel ging über die volle Distanz. In einem knappen fünften Satz konnte sich Oli jedoch durchsetzen und machte den Sieg damit perfekt (3:2). Im letzten Spiel des Tages kam Sven dann gegen das Noppenspiel von Katschemba leider nicht zurecht (0:3), was jedoch nicht mehr entscheidend war.

Somit ein knapper, aber verdienter Auftaktsieg mit 9:6. Hier und da merkte man den einem oder anderem Spieler noch den Rost der langen Sommerpause an, allerdings kann man von der Mentalität und der Mannschaftsgeschlosseneinheit zufrieden sein. Nun bleiben zwei Wochen Zeit um im Training das ein odere andere zu verbessern, bevor es am 29.09. zu Hause gegen Leutzsch 6 geht. Diese gewannen ihr Auftaktspiel ebenfalls mit 9:6, womit wir gewarnt sind.