Gut gespielt - nicht belohnt - Nachtschicht gegen Rotation

Halli Hallo, da sind wir wieder,

 

nach kurzer Verschnaufpause und dem Punktgewinn im Rücken ging es gegen eine der Mannschaften, die derzeit einen Aufstiegsrang besetzen. Zum Glück gibt es ja mittlerweile die LPZ Werte, die eine Aussage über die Spielstärke eines Spielers geben soll und daher sind wir auf dem Papier chancenlos. Also hieß es jetzt, wir haben nichts zu verlieren und den schlechten Tag haben wir heute nicht!

 

Die Leipziger sind mit voller Kapelle aufgeschlagen und wollten mit Sicherheit nichts dem Zufall überlassen, also Standen wir I. Plaul, M. Münzner, J. Bergmann, C. Kolter, C. Bohne und S. Geißler gegenüber.

 

Zum Start ging es mit den Doppeln los. Das schwere Entscheidungsdoppel wenigen Augenblicke vorher noch in den Beinen konnte unser Doppel eins gegen Bergmann/Münzer wenig ausrichten, wobei Marcus seine Schwierigkeiten mit Bergmanns Noppe hatte, 0:3.

Das Doppel zwei mit Matthias und Stefan konnte gegen das Spitzendoppel der Leipziger durchweg überzeugen und gewann kurzerhand 3:0.

Doppel drei mit den am heutigen Tag richtig gut aufgelegten unteren Paarkreuz konnte gegen die aggressive und überlegte Spielweise der Leipziger Bohne und Geißler nichts ausrichten. Somit stand es auch hier schnell 0:3.

 

So mussten wir nach den Doppeln einem kleinen Rückstand hinterherlaufen, 1:2.

 

In der ersten Einzelrunde bekam es Patrick mit Münzner, mit dem er noch ein Hühnchen zu rupfen hatte, zu tun. Nach der deutlichen 1:3 Niederlage im Hinspiel lies Patrick seinem gegenüber in keiner Sekunde Luft und machte kurzen Prozess mit Münzner, der sich immer wieder nach hinten drängen lies. Am Ende ein deutliches 3:0 und ein breites Grinsen für Patrick.

Marcus durfte nach Jahrzehnten gegen Plaul an den Tisch, der zu Marcus seinen Schüler- und Jugendzeiten ein Riese war (Marcus seine Worte). Somit ging Marcus mit Freude und einer ordentlichen Portion Ehrfurcht an den Tisch. Wenn man das Spiel gesehen hat, sah es in den ersten beiden Sätzen bis zu einen gewissen Punkt immer nach einen sicheren Sieg für den Leipziger aus, doch irgendwie kam Marcus zum Satzende nochmal in Fahrt und Paul gab das Heft aus der Hand. Nach einer überraschenden zwei Sätze Führung konnte sich unsere Nummer zwei auch den dritten Satz, diesmal ungefährdet, sichern und hat sich gefreut wie ein Schneekönig.

Die unangenehmen Aufgaben blieben mal wieder an den Jungs in der Mitte hängen, mit Kolter und Bergmann hatten Stefan und Matthias Gegner am Tisch, die keinen Ball Kampflos hergeben und aus jeder Position den Ball zurück auf den Tisch spielen können. Matthias konnte gegen Bergmann gut mithalten, doch rechte sich der Trainingsrückstand Matthias musst im vierten Satz in der Verlängerung die Segel streichen, 1:3.

Egal gegen welchen Gegner der Leipziger Kolter spielt, er ist einer dieser Spieler der die Einfachheit des Tischtennissports zeigt. Schlagtechnik... sagen wir unkonventionell, Bewegungsablauf … interessant, aber all das spielt keine Rolle! Dieser große Kerl ist flink wie eine große Maus und spielt einfach jeden Ball zurück und das ist der unangenehmste und auch undankbarste Gegner den man haben kann, wie auch Stefan am Ende feststellen musste. Am Ende stand ein umkämpftes 1:3 auf dem Spielbericht und Stefan hatte leichte Nackenbeschwerden vom vielen Kopfschütteln.

Oli bekam es mit Geißler zu tun, den er in der Vergangenheit in Duellen im oberen Paarkreuz niederringen konnte. Leider gelang dies heute nicht, Oli agierte teilweise unglücklich bei eigenem Aufschlag und hatte bei längeren Ballwechseln leider nicht das notwendige Glück, 0:3.

Steffen durfte gegen Bohne, der vor noch gar nicht so langer Zeit auch im oberen Paarkreuz agierte, ran. Dieses Spiel ging hin und her, Bohne als Angriffsspieler bekannt gegen Steffen den Blockspieler, was zu erwarten war. Satz eins konnte sich der Delitzscher knapp sichern, in Satz zwei und drei stellte Bohne sein Spiel um und konnte sich Punkt um Punkt absetzen. Vielleicht schien dem Leipziger der Sieg sicher und hat etwas nachgelassen, diese Chance nutze Steffen zum Satzausgleich und im fünften ging es dann hoch her. Jeder hatte mal das Glück des tüchtigen und so ist es auch nicht verwunderlich, das man sich bei einem 10:10 wiederfand. Wie bereits erwähnt hatten wir heute nicht unseren schlechten Tag und Steffen entschied das Spiel denkbar knapp mit 12:10 für sich. Am Ende ein tolles Spiel von Steffen und ein 3:2 Erfolg.

 

Die erste Einzelrunde ist vorbei, es gab Höhen und Tiefen und es stand 4:5 – geht da was ?!

 

Patrick durfte zum Start gegen Paul ran, der zu Beginn noch etwas lethargisch wirkte. Ab dem zweiten legte diese jedoch wie die mit den roten Autos und der Sirene (Feuerwehr) los und Patrick seine liebe Mühe. Doch auch dieses aufbäumen brachte keinen Ertrag und Patrick siegt am mit 3:0.

Könnt Ihr euch noch an den letzten Bericht zum Entscheidungsdoppel im Brandisspiel erinnern? Marcus durfte gegen Münzner ran und das war eine wirklich enge Kiste!

12:10 / 10:12 / 11:02 / 11:13 / 9:11 – mehr kann man dazu nicht sagen,sehr Schade und einfach für eine tolle Leistung nicht belohnt :(

Nachdem die Würfel im oberen Paarkreuz gefallen sind, war Stefan drauf und dran den wichtigen Punkt gegen Bergmann zu holen, auch hier ging es hin und her, wie im Tischtennis üblich, doch leider fehlte ein wenig die Konstanz und das Glück den Sack zu zu machen, 2:3.

Gegen Bohne wollte Oli auch seinen Punkt gegen die Leipziger machen, leider hat das in den ersten beiden Sätzen nicht ganz funktioniert, dafür im Dritten umso besser. In der heißen Phase des dritten Satzes war der Leipziger leider der glücklicherer und Oli musste widerwillig zum 0:3 gratulieren.

Der neunte Punkt war gespielt, die Niederlage besiegelt, doch einer glaubte noch an seinen Punktgewinn!

Steffen spielte allein auf weiter Flur gegen Geißler im fünften Satz an der ruhigen Spielweise von Steffen zerbrach. Geißler versuchte anzugreifen, bekam aber keinen Druck dahinter und wie das so mit Bewegungstalenten ist, steht man dann immer schlechter zum bis der Gegner den Punkt macht.Am Ende auch hier ein kämpferische Leistung und ein 3:2 Erfolg.

 

Somit steht eine 6:9 Niederlage nach hartem Kampf und wir müssen jede Chance nutzen, egal wie klein Sie ist, wenn dir uns halten wollen.

 

Am Ende lässt sich sagen, mit ein wenig Glück lässt sich auch hier ein Punkt holen, doch wie das im Abstiegskampf nun mal so ist – Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh – am Schläger wäre ja auch echt KACKE ;)