Unentschieden bei Eintracht Süd

Nach der bitteren Auftaktpleite gegen Groitzsch mussten wir am Samstag bei der neu formierten Mannschaft von Eintracht Süd antreten. Der Aufsteiger aus Leipzig war in der Sommertransferperiode recht aktiv und verstärkte sich gleich mit vier Spielern aus Markkleeberg (Laux, M. Rose, B. Rose und Hertäg). Allein Spitzenspieler und Altmeister Roland Stephan und Frank Bach blieben von der Aufstiegsmannschaft der Eintracht übrig. Wir traten abermals mit Maik als Ersatz an, die Gastgeber konnten dagegen in kompletter Besetzung auflaufen.

 

Beginnend mit den Doppeln war der Start suboptimal. Doppel 1 mit Patrick und Marcus löste seine Aufgabe gegen das Lang- und Kurznoppengespann um Bach und Hertäg souverän in vier Sätzen (3:1). Doppel 2 um Stefan und Matthias wurde trotz Doppeltraining am Mittwoch im kompletten Spiel nicht warm. Gegen Stephan/ Laux entwickelte sich kein wirkliches Spiel, oftmals war nach dem zweiten, wenn nicht dritten Ball der Ballwechsel schon beendet, wobei die Leipziger meist den Punkt machten (0:3). Im dritten Doppel hatten es Maik und Oli mit keinem geringeren als den Rose-brüdern zu tun. Letztjährig noch Doppel 1 in Markkleeberg, nun Doppel 3 bei der Eintracht, Hut ab wer sich diesen Luxus erlauben kann. Bereits im ersten Satz hatten unsere Männer gegen die Bälle der Leipziger wenig auszurichten (3:11), Satz zwei und drei wurde dann besser, aber auch hier hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich (0:3). 


Somit gingen wir mit 1:2 in die Einzel, was noch keinen Beinbruch darstellen sollte. Patrick, angestachelt von seinen zwei etwas überraschenden Niederlagen im Auftaktspiel gegen Groitzsch, wollte von Ball eins an gegen Laux zeigen, dass dies ein Ausrutscher war. Da ich zeitgleich spielte, kann ich von den Zwischenständen wenig berichten, jedoch zeigen die Satzergebnisse eine klare Sprache (3:0). Am Nebentisch musste Stefan gegen Roland Stephan ran. Neuerdings mit kurzer Noppe auf der Rückhand ausgestattet leistete sich Stefan in Satz eins noch zwei Aufschlagfehler, hier und da zu leichte Fehler, womit der Satz an den Leipziger ging (8:11). In Satz zwei stellte er die Fehler ab und erzielte den Ausgleich zum 1:1. In Satz drei zeigte sich die jahrelange Erfahrung des Leipzigers, dieser stellte seine Taktik um, wurde aggressiver im Rückschlag und platzierte seine Bälle besser (6:11). Satz vier konnte Stefan wieder ausgeglichener gestalten, beim Stand von 9:9 und eigenen Aufschlag reichte es aber nicht zum Satzgewinn und letztlich siegte Stephan in der Verlängerung (1:3). 


Mittig ließ sich Marcus auch von den teils seltsamsten Bällen des Leipzigers Bach nicht beirren und spielte seine Punkte geduldig aus. Nach der 1:0 Führung (11:9), musste er in Satz zwei zwar den Ausgleich hinnehmen, konnte den dritten Satz aber wieder mit sehenswerten Vorhand- und Rückhandtopsinkombinationen knapp für sich entscheiden (12:10). Dies schien den Leipzigern beeindruckt zu haben, denn schnell ging Marcus mit 3:0 in Satz vier in Front. Diese Führung ließ er sich diesmal nicht nehmen und beendete das Spiel in vier Sätzen (3:1). Matthias musste im anderen Spiel der Mitte gegen M. Rose ran. Dieser schien bereits im Doppel wie aufgezogen zu sein, was sich auch zum Leidwesen von Matthias im Einzel widerspiegelte. In den ersten zwei Sätzen lief alles für den Leipziger und Matthias zeigte sich sichtlich beeindruckt, was schnell einen 0:2 Satzrückstand bedeutet. Nach abermaligen Tipps in der Satzpause konnte Matthias das Spiel in Satz drei ausgeglichener gestalten, aber Rose hielt das Tempo hoch, womit Matthias an diesem Tag nicht zurechtkam (0:3). 

Im unteren Paarkreuz ging Maik gegen Hertäg an den Tisch. Trotz der bekannten Vorhandpeitsche und den effetreichen Aufschlägen des Leipzigers konnte Maik das Spiel sehr ausgeglichen gestalten. Satz eins ging noch knapp an den Gastgeber, Satz zwei sicherte sich dann Maik mit 11:9. Ab Satz drei war dann leider ein kleiner Bruch im Spiel, wodurch Maik stets einem Rückstand in den Sätzen hinterherlief, was am Ende eine 1:3 Niederlage bedeutete. Im Parallelspiel klaute Oli nach anfänglichen Rückstand B. Rose den ersten Satz, dieser revanchierte sich umgehend und klaute Oli den zweiten Satz, in welchem er zu Beginn führte. Ab Satz drei waren dann beide Spieler warm und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wodurch der fünfte Satz entscheiden sollte. Hier legte Oli gut los und konnte sich stetig eine zwei Punkteführung erspielen. Beim Stande von 9:8 nahm Oli eine Auszeit und holte sich die letzten Tipps zum Spielgewinn ab (3:2).  

Halbzeitstand: 4:5 

Runde zwei ging dann bestens für uns los. Im Spiel der Einser knüpfte Patrick gegen Stephan an sein erstes Spiel an und ließ keine Zweifel aufkommen wer als Sieger vom Tisch geht. Ein ums andere Mal schlug es auf der Seite des Leipzigers ein, was letztlich zu einem sicheren 3:0 Sieg führte. Im anderen Spiel brauchte Stefan einen Satz um sich auf Laux einzustellen, wurde dann aber im Blockspiel und in der Platzierung stetig besser, wodurch der zweite Satz sicher an ihn ging (11:4). Ab Satz drei entwickelte sich ein enges Spiel, wobei Stefan im Schlussspurt die besseren Nerven hatte und die Sätze drei und vier jeweils mit 12:10 für sich entschied (3:1). 


Mittig lief für Matthias auch in Spiel zwei gegen Bach an diesem Tag wenig zusammen. Es fehlte leider die gewohnte Abschlussstärke und die gewisse Lockerheit, das unkonventionelle Spiel des Leipzigers tat zudem sein Übriges dazu. Somit ging das Spiel deutlich mit 3:0 an den Gastgeber. Am anderen Tisch ging es im Spiel zwischen Marcus und M. Rose von Beginn an zur Sache. Satz eins ging noch hauchdünn mit 12:10 an Marcus, Satz zwei an Rose. Zum Leidwesen von Marcus brachte Rose im dritten und vierten Satz fast jeden Block über das Netz, streute ab und an gezielte Angriffsbälle ein und gab keinen Ball auf, was Marcus sichtlich zur Weißglut trieb. Am Ende musste Marcus seinem Gegner zu einer bärenstarken Leistung gratulieren, auch wenn dieser doch „nur immer seinen Schläger hinhält“ (1:3). 

Im vorletzten Einzel an diesem Tag erwischte Oli gegen Hertäg einen guten Start, auch wenn er diesen in Satz eins noch nicht nutzen konnte, war er ab Satz zwei eigentlich der bessere Spieler. Im dritten führte er dann auch schnell 4:0, doch Hertäg gab nicht auf und erspielte sich durch starke Aufschläge und teils leichte Fehler von Oli den dritten Satz (11:13). Satz vier ging dann leider sehr schlecht los, Oli lag schnell mit 0:5 zurück, was er letztlich nicht mehr umbiegen konnte (1:3). Nun lagen wir also mit 6:8 zurück und alle Hoffnungen waren an Maik uns noch ins Entscheidungsdoppel zu bringen. Nach gutem Start und einer 1:0 Führung für Maik drehte B. Rose das Spiel zu einer 2:1 Führung für die Leipziger. Nach Coaching durch Patrick in der Satzpause erkämpfte und erlief sich Maik jeden Ball und sicherte sich Satz vier (11:5). Nun musste auch hier der fünfte Satz entscheiden. Den besseren Start erwischte Maik, er erspielte sich schnell eine zwei Punkteführung, welche sich nicht mehr nehmen ließ (3:2). Starke Leistung! 

 

Nun war es an unserem Spitzendoppel die Steilvorlage zu nutzen und uns noch einen Punkt zu sichern. Auf der Bank war man sich sicher, da brennt nix mehr an, dachten wir. Nach souveränen ersten Satz und einer 10:7 Führung in Satz zwei packten beide dann die „Wunderbälle“ aus, welche prompt ins Netz oder über den Tisch gingen. Die Leipziger nahmen das Geschenk dankend an und klauten sich diesen Satz noch (10:12). Sichtlich motiviert steigerte sich die Paarung Stephan/Laux in Satz drei zunehmend und ging mit 2:1 in Front. Nach eindringlicher Besprechung in der Satzpause rissen sich unsere Männer nochmals zusammen und sicherten sich zunächst Satz vier (11:5) und auch Satz fünf, welcher allerdings nur hauchdünn an uns ging (11:9). 

Nach einem vierstündigen Duell erkämpften wir uns somit nach dem 6:8 Rückstand noch einen Punkt (8:8). In gemütlicher Runde mit einem „Siegerbier“ für beide Seiten (danke nochmal an M. Rose dafür) war man sich einig, dass das 8:8 für beide Seiten in Ordnung ging, wenn auch für die Leipziger etwas mehr drin war.

Nächste Woche treffen wir in heimischer Halle auf den Landesligabsteiger aus Lindenthal. Auch wenn diese mit Brüning eine langjährige Stütze verloren haben und gegen uns „kalt“ in die Saison starten, so gehen wir dennoch als Außenseiter in die Partie. Aber wie sagt man so schön, jedes Spiel muss erstmal gespielt werden.