Auftaktniederlage gegen Groitzsch

 

Nachdem einige Mannschaften aus unserem Bezirk gefühlt Ihre Hinrunde bereits beendet haben, starteten wir in unserer Halle am 30.09. in den mehr oder weniger ersehnte Saisonauftakt gegen die „Hammerschwinger“ aus Groitzsch, die bereits Höhen und Tiefen erleben durften. Der Sommer, wenn man Ihn so nennen mag, schleppte sich genau so zäh dahin, wie die Trainingsbeteiligung des ESV. Nach einem erfolgreichen Turnier in Brandis und der Ansage unserer dritten Vertretung, den Kreispokal zu holen, ist die Zielsetzung der Ersten weder Fisch noch Fleisch. Nachdem wir im laufe der Woche den Spielern und Fans erklärten, dass wir ein Heimspiel zum Saisonauftakt haben, konnten wir Punkt 15:00 Uhr unsere Gäste begrüßen. Mit Patrick, Matthias, Marcus, Oli, Maik und Sven gingen wir ersatzgestärkt gegen die Stammbesetzung der Gäste in die Partie.

 

Die Doppel liefen vom Ergebnis her wie gewünscht, in der B Note war dann doch viel Luft nach oben. Doppel 1 mit Patrick und Marcus hatte es mit den mehr als unangenehm zu spielenden Heinichen und T. Serbe zu tun. Im ersten Satz haben wir keinen Fehler ausgelassen und mussten diesen an die Groitzscher abgeben. In den Sätzen zwei und drei wurde unser Spiel sicherer und der Gegner ließ es sich nicht nehmen auch mal den Ball nicht zu treffen. Satz vier mussten wir dann abgeben, wodurch der fünfte Satz über Sieg oder Niederlage entscheiden sollte. Aufwachen war angesagt, gesagt, getan! Ein durchwachsenes 3:2 stand am Ende zu Buche. Es sollte nicht das letzte Fünfsatzspiel an diesem Tag bleiben.  Doppel 2 mit Matthias und Sven hatte es am Nebentisch mit dem Spitzendoppel der Gäste zu tun. Das lief unerwartet gut bis zu diesem ominösen Punkt zum 9:7 bei 2:1 Satzführung, ab da lief es dann richtig gut für die Groitzscher und man musste den Gästen zum Ausgleich 1:1 gratulieren. Auf dem Papier und auch im ersten und im laufe des zweiten Satzes gab es keinen Zweifel an einem ungefährdeten Sieg unserer erfahrensten Mannschaftskameraden an diesem Tag (Oli und Maik), doch auch hier machten es die Jungs wirklich spannend. Am Ende hieß es jedoch 3:2 für uns.

 

2:1 nach den Doppeln, das sieht gut aus und dann gleich noch einen Punkt von Patrick hinterher, dass läuft dachten wir uns. Das unser Spitzenspieler einen gebrauchten Tag erwischt hatte, konnten wir am Ende der Sätze sehen. Es fehlte einfach die gewohnte Coolness und der Gegner mit Heinichen war auch nicht ganz unbeteiligt. Nach vielen spektakulären Ballwechseln, Kampf, Krampf, Netz und Kantenbällen hieß am Ende 2:3 und Patrick musste Heinichen widerwillig zum Sieg gratulieren.

 

Das war ein herber Dämpfer, zudem Matthias am Nebentisch mit A. Serbe keinen leichteren Gegner zu bekämpfen hatte. Matthias konnte sich von Satz zu Satz steigern, doch leider war nach drei Sätzen bereits Schluss. Gegen die routinierte, variantenreiche und sichere Spielweise seines Gegners war an diesem Tag für Matthias nicht mehr drin.

 

Aus 2:1 wurde somit schnell ein 2:3 und die Aussichten wurden etwas trüber. Nun mussten Marcus und Oli an die Tische.

 

Im ersten Satz war Marcus gegen T. Serbe chancenlos. In den Sätzen zwei und drei schlichen sich auch mal der ein und der andere Fehler bei Serbe ein, bis er dann bei neun Punkten das Spielen gänzlich einstellte und vergebens auf den gegnerischen Fehler wartete. 2:1 Satzführung für Marcus und der vierte ging richtig gut los mit 3:1 und es kam alles. Am Ende des vierten Satzes stand es jedoch 11:4 für Serbe und es ging schon wieder in den Fünften. Ein wirklich enger Satz mit Chancen für beide Seiten, aber mit dem besseren Ende für Marcus (3:2).

 

Oli am Nebentisch konnte sich leider nicht gegen M. Berger behaupten. Nach einem verschlafenen ersten Satz, kam er im zweiten besser ins Spiel und konnte diesen deutlich für sich entscheiden. Dem Groitzscher ist jedoch in den folgenden beiden Sätzen irgendwie immer eine Antwort auf Oli's Angriffe eingefallen. Gefühlt war dies auch ein Fünfsatzspiel, dass jedoch nach vier Sätzen beendet war (1:3).

 

3:4, noch alles drin und mit Maik und Sven zwei wirklich gute Ersatzleute im Einsatz. Maik durfte zuerst gegen die Links-tatsche Deckert ran. Dieser fand sich in diesem Spiel nicht wirklich zurecht und Maik nutzte seine Chancen ein ums andere Mal um am Ende ungefährdet mit 3:0 vom Tisch zu gehen.

 

Wie war das mit den Fünf Sätzen nochmal? Ach ja, Sven war ja noch gegen Teichmann im Einsatz und siehe da, ein wirklich ausgeglichenes Spiel mit wechselnden Spielanteilen entwickelte sich. Doch hinten raus hatte Teichman dann das glücklichere Händchen und Sven musste mit 9:11 im Fünften die Segel streichen, trotz eines wirklich guten Spiels (2:3).

 

4:5 zur Halbzeit und noch alles drin.

 

Runde zwei ging aber wie bereits zuvor mit einem herben Dämpfer los. Im Spiel der Einser war A. Serbe gewohnt sicher, Patrick ungewohnt unsicher. Im ersten Satz musste Patrick unglücklich 10:12 die Segel streichen, Satz zwei ging deutlich an Serbe, welcher kaum Fehler gemacht hat. Im dritten Satz konnte sich Patrick nochmal wehren, doch auch im vierten schlug die Routine links und rechts ein (1:3).

 

Was am Nebentisch passiert ist kann man gar nicht so genau beschreiben. Matthias spielte sein Spiel, traf den ersten Ball, den zweiten, den dritten und wenn denn wirklich nötig war, auch den vierten Ball gegen Heinichen. Nach einer Unkonzentriertheit im zweiten Satz konnten wir Matthias zu seinem 3:1 Sieg gratulieren.

 

5:6, nur noch 4 Punkte bis zum Sieg oder 3 Punkte für einen sicheren Punkt oder 2 Punkte für ein mögliches Unentschieden. Alles ist möglich.

 

Marcus durfte gegen Berger die Axt auspacken; dieser klaut nach eigentlich harmlosen Spiel den ersten Satz, hatte dann aber den Angriffen von Marcus nichts mehr entgegen zu setzen. Da agierte unsere Nummer drei heute zu sicher. Ein ungefährdeter 3:1 Erfolg. 

 

Oli gegen T. Serbe, der noch gegen Marcus wie ein junges Reh um den Tisch gehüpft ist, lies es etwas ruhiger angehen und ließ Oli sein Spiel machen. 2:0 Satzführung, da kann nichts mehr schiefgehen, dachten wir uns und hatten die Rechnung ohne die Routine des Groitzschers gemacht. Dieser spielte weiter seinen Stiefel herunter und schnappte sich Satz drei und vier und sicherte sich in einem spannenden finalen Satz mit 16:14 das Ticket für den Sieg (2:3).

 

So Sicher wie Maik im ersten Spiel agierte, so unsicher wirkte er im Duell der Fünfer. Probleme mit Teichmanns Aufschlag und auch das immer sicher werdende Spiel des Goitzschers brachten Maik total aus dem Konzept. Letzlich musste er nach vier umkämpften Sätzen seinem Gegner gratulieren (1:3).

 

Nun also Sven gegen Deckert. Sven legte hier los wie die Feuerwehr und führte schnell 2:0. An der Bande machte man sich zu diesem Zeitpunkt schon zum Entscheidungsdoppel bereit, was aber leider nicht mehr stattfinden sollte. Was dann passierte, war an Dramatik nicht zu übertreffen. Deckert nahm sein Herz, nach beherzten rufen aus Richtung der Groitzscher Bank, in die Hand und setzte Sven ordentlich unter Druck. In Satz drei machte Deckert noch ein oder zwei Fehler, die er sich im vierten Satz nicht mehr leistete. Schon wieder fünfter Satz, mit psychologischem Vorteil Groitzsch. Der fünfte ging gut los, wegen der Aufregung sind mir die Zwischenergebnisse entfallen. Auch hier war die Chance für MEHR da, nur genutzt hat Sie am heutigen Tag der Gast aus Groitzsch (2:3).

 

Nach wirklich richtig guten Leistungen und der durchaus vorhanden Möglichkeit eines Auftaktsieges, stehen wir mit null Punkten da (6:9). Sehr Schade, aber wie heißt es so schön, nach dem Spiel ist vor dem Spiel und somit geht es erst mal am 03.10. zu den Kreismeisterschaften nach Oschatz und am 14.10. zur Eintracht nach Leipzig, welche sich mit 4 Spielern aus Markkleeberg im Sommer verstärkte und verjüngte. Erfahrungsgemäß darf wieder ein spannendes und enges Spiel erwartet werden.